Kenianische Serengeti

Wenn ein Massai “Siringitu” sagt, dann meint er die beeindruckende Savannen-Landschaft, die im ostafrikanischen Tansania beginnt und bis ins südlich Kenia reicht. Das Ökosystem, das eine Fläche von ca. 30.000 km² aufweist, ist bei uns als Serengeti bekannt.

In der Heimat der nomadischen Samburu – die mit den Massais eng verwandt sind – im Norden Kenias wartet das Samburu und Buffalo Springs Nationalreserv auf Touristen. Beide zusammen werden als die schönsten Naturschutzgebiete Kenias gehandelt.

Der Mount Kenya, höchster Berg Kenias mit 5199 Metern und zweithöchster Afrikas, liegt am Äquator und ist dennoch immer von Eis und Schnee bedeckt. Entlang des Uaso Nyiro Flusses sprießen Akazien-Bäume, wiegen sich Doum-Palmen – er ist die Lebensader des Gebietes. Die Samburu nennen ihn “Fluss des braunen Wassers”. Selbst in großen Dürreperioden trocknet er nie ganz aus. Krokodile finden reichlich Nahrung und werden stattliche 6 Meter lang.

Die Gras-Savannen weisen teils halbwüstenartigen Charakter auf. Am Ende der Regenzeit (Ende März bis Mai und November) profitiert die Tierwelt vom üppigen Grün. Geschätzte 450 Vogelarten kreisen nun über Geparden, Leoparden, Elefanten, Grevy-Zebras (größer und mit feinerer Zeichnung als die Busch-Zebras),faszinierend gezeichnete Netzgiraffen (eine von drei Giraffenarten), Gerenekus, Oryx-Antilopen und Krokodilen. Das zierlich kleine Gerenuk (auch Giraffengazelle genannt)ist leicht an ihrem langen, schmalen Hals von anderen Antilopenarten zu unterscheiden.


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Der Mount Ol Lolokwe fasziniert seine Besucher mit seiner Granitkuppe. Das 800 bis 1.200 Meter über dem Meeresspiegel liegende Gebiet zählt zu den landschaftlich schönsten Schutzgebieten Kenias.Vulkanisch geprägte Hügel erheben sich über der rauen, felsigen Landschaft.

Nationalparks in der Serengeti

Der Lake Nakuru Nationalpark befindet sich 160 km von Kenias Hauptstadt Nairobi entfernt. Der insgesamt 20.000 km² große Tsavo Nationalpark setzt sich aus dem östlichen Teil (Tsavo Ost) sowie dem westlichen Teil (Tsavo West) des Naturschutzgebietes zusammen. Das bekannteste Tierschutzgebiet der Welt ist die Masei Mara, wird oft auch “Masei Mara” geschrieben. Der Amboseli Nationalpark im Südwesten Kenias grenzt schon ans benachbarte Tansania.

Schutzmaßnahmen

Auf Betreiben des Ex-Großwildjägers Myles Tyler und den deutschen Dokumentar-Filmern Michael und Bernhard Grzimek hat die kenianische Regierung Tier-Schutzmaßnahmen ergriffen. Doch kümmern sich vor allem Privatinitiativen um die wegen ihrer Hörner gefährdeten Dickhäuter. Dazu werden 24 Stunden Bewachung, Radiosender und unbemannten Drohnen eingesetzt. Um elektrische Zäune zu finanzieren, werden Fundraisings Events veranstaltet wie “Cycle with Rhinos” oder “Rhino Change”.

Touristeninformation

Als Tourist vertraut man sich am besten einem Naturführer des Kenya Wildlife Services (KWS) an oder lässt sich vom Reisebüro vermitteln. Bei Mietwagen kann auch der Chauffeur mitgebucht werden. Bei der Safari ist dezente Farbwahl bei der Kleidung zu bevorzugen, vor grellen Neonfarben flüchten die großen Tiere, die Moskitos fühlen sich angezogen. Haut sollte vor Sonne und Moskitos geschützt sein. Die Landeswährung ist der kenianische Schilling.

Nach Kenia selbst kommt man am besten per Flugzeug nach Nairobi. Aktuelle Visums-Bestimmungen und spezifische Reisewarnungen sind zu beachten.

Serengeti Bilder